Und lange Zeit war ich die, die alles unter einen Hut bekommen hat.
Vollzeitjob. Verantwortung. Nebenbei mehrere Sportkurse pro Woche. Ausbildungen. Weiterentwicklung. Immer in Bewegung.
Nach außen war ich diszipliniert, engagiert, leistungsfähig. Ich habe viel geschafft.
Und trotzdem hatte ich irgendwann das Gefühl: Andere halten mehr aus als ich.
Ich war schneller erschöpft. Schneller gereizt. Schneller innerlich voll.
Mein Körper sendete Signale – ständige kleine Infekte, diffuse Beschwerden, Unruhe.
Aber anstatt langsamer zu werden, wurde ich ehrgeiziger.
Ich dachte: Ich muss noch besser werden. Noch strukturierter. Noch belastbarer.
Sogar im Yoga war ich im Wettbewerb. Wenn andere eine Haltung konnten, die ich nicht konnte,
hat es mich geärgert.
Ruhig sein konnte ich nicht. Nichts tun fühlte sich falsch an.